Agenda für das Mentoring-Gespräch: Kostenlose Vorlage

Aktualisiert: 8. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit

Eine Agenda für das Mentoring-Gespräch ist ein kurzer Zeitplan für ein einzelnes Treffen: Einstieg, Stand der letzten Aufgaben, ein Hauptthema, Übung oder Feedback, nächste Schritte mit Verantwortlichem und der nächste Termin. Die kostenlose Vorlage unten passt auf 45 bis 60 Minuten und hat Varianten für Erst-, Zwischen- und Abschlussgespräch.

Sie eignet sich für jedes Mentoring, das sich mehr als einmal trifft. Die Struktur bleibt gleich, also verwenden beide ihre Energie auf den Inhalt statt auf die Frage, worüber man heute spricht.

Wie nutzen Sie die Agenda-Vorlage?

  1. Kopieren Sie die Standard-Agenda in ein gemeinsames Dokument oder drucken Sie sie aus. Eine Kopie pro Gespräch.
  2. Der Mentee trägt das Hauptthema ein und schickt es zwei bis drei Tage vorher. Wie diese Vorbereitung aussieht, steht in sich auf ein Mentoring-Gespräch vorbereiten.
  3. Der Mentor ergänzt Nachfragen aus dem letzten Protokoll: offene Aufgaben, Zugesagtes.
  4. Gehen Sie die Blöcke der Reihe nach durch. Behalten Sie die Uhr locker im Blick. Braucht das Hauptthema mehr Zeit, nehmen Sie sie von der Übung, nie von den nächsten Schritten.
  5. Füllen Sie in den letzten fünf Minuten das Protokoll gemeinsam aus. Beide behalten eine Kopie.
  6. Buchen Sie den nächsten Termin, bevor Sie auseinandergehen. Offene Aufgaben aus dem Protokoll sind der erste Punkt der nächsten Agenda.

Für das allererste Treffen nehmen Sie die Erstgespräch-Variante unten. Was Sie dort fragen und vermeiden sollten, steht in das erste Mentoring-Gespräch führen.

Die Vorlage

1. Standard-Agenda für das Mentoring-Gespräch (45–60 Minuten)

  • Mentor: ________ Mentee: ________
  • Gespräch Nr.: ________ Datum: ________ Uhrzeit: ________
  • Format und Ort oder Link: ________
  • Hauptthema (vom Mentee, geschickt am ________): ________
Zeit (60 Min.)Zeit (45 Min.)BlockWas passiertNotizen
0–50–5EinstiegWie geht es? Gibt es etwas Dringendes, das den Plan ändert?________
5–155–12Stand der letzten AufgabenJede Aufgabe einzeln: erledigt, teilweise, nicht erledigt, und warum.________
15–3512–27HauptthemaDer Mentee schildert die Lage; der Mentor fragt, bevor er rät.________
35–4827–37Übung oder FeedbackGespräch durchspielen, Entwurf prüfen, Plan testen oder direktes Feedback.________
48–5637–42Nächste SchritteZwei bis drei Aufgaben, jede mit einer verantwortlichen Person und Termin.________
56–6042–45Nächster TerminDatum buchen, Arbeitstitel für das nächste Hauptthema festlegen.________

Fragen, die der Mentee heute klären möchte:




Nächstes Gespräch: Datum ________ Uhrzeit ________ gebucht von ________

2. Agenda für das erste Gespräch (60 Minuten)

ZeitBlockWas passiert
0–5BegrüßungVorstellung, Ziel des Gesprächs in einem Satz.
5–15WerdegängeBeide erzählen ihren Weg in wenigen Sätzen, mit einem Rückschlag.
15–35Situation des MenteesWas gerade los ist, warum jetzt Mentoring, was schon versucht wurde.
35–45ZieleEin oder zwei Ziele in den Worten des Mentees, jeweils mit Erfolgskriterium.
45–55SpielregelnRhythmus, wer bucht, Absagen, Nachrichten zwischendurch, Vertraulichkeit.
55–60Nächster TerminZweites Gespräch buchen; jede Seite übernimmt eine Aufgabe bis dahin.
  • Ziel 1: ________ Wir merken, dass es klappt, wenn: ________
  • Ziel 2: ________ Wir merken, dass es klappt, wenn: ________
  • Wir treffen uns alle ________ Wochen für ________ Minuten. Termine bucht ________.

Wer die Spielregeln schriftlich festhalten will: Eine einseitige Mentoring-Vereinbarung finden Sie bei den verwandten Leitfäden am Ende dieser Seite.

3. Agenda für das Zwischengespräch (60 Minuten)

ZeitBlockWas passiert
0–5EinstiegKurzes Update seit dem letzten Treffen.
5–25ZielüberprüfungJe Ziel: Ausgangspunkt, aktueller Stand, woran man das sieht.
25–40Behalten, ändern, streichenEntscheidung je Ziel. Ein neues Ziel nur, wenn ein altes wegfällt.
40–50Wie läuft das Mentoring?Rhythmus, Format, Vorbereitung; was mehr, was weniger. Feedback in beide Richtungen.
50–60Plan für die zweite HälfteAufgaben, Verantwortliche, Termine und das Datum des Abschlussgesprächs.
  • Ziel 1: behalten / ändern / streichen. Neu: ________
  • Ziel 2: behalten / ändern / streichen. Neu: ________
  • Was der Mentor anders machen wird: ________
  • Was der Mentee anders machen wird: ________

4. Agenda für das Abschlussgespräch (60 Minuten)

ZeitBlockWas passiert
0–5EinstiegBenennen, dass dies das Abschlussgespräch ist.
5–25ErgebnisseJedes Ziel gegen sein Erfolgskriterium. Was hat sich verändert, was nicht.
25–40Was der Mentee beibehältGewohnheiten, Kontakte und Werkzeuge, die ohne Mentor weiterlaufen.
40–50Feedback in beide RichtungenWas am meisten geholfen hat, was besser hätte laufen können.
50–60Wie es weitergehtIn Kontakt bleiben oder nicht, wie und wie oft. Danke sagen.
  • Das Wertvollste an diesem Mentoring: ________
  • Das nächste eigene Ziel des Mentees: ________
  • So bleiben wir in Kontakt: ________

5. Kurz-Check-in (30 Minuten)

ZeitBlockWas passiert
0–3EinstiegEin Satz pro Person.
3–10AufgabenStand jeder offenen Aufgabe.
10–25Eine FrageDas eine Thema, bei dem der Mentee heute am meisten Hilfe braucht.
25–30Nächster SchrittEine Aufgabe, eine verantwortliche Person, ein Termin. Nächstes längeres Gespräch bestätigen.

6. Gesprächsprotokoll und Aufgabenliste (eine Seite)

  • Mentor: ________ Mentee: ________ Gespräch Nr.: ________ Datum: ________
  • Hauptthema: ________

Worüber wir gesprochen haben (höchstens drei Zeilen)




Entscheidungen



Aufgaben

#AufgabeVerantwortlichBisStand beim nächsten Gespräch
1________________________erledigt / teilweise / offen
2________________________erledigt / teilweise / offen
3________________________erledigt / teilweise / offen

Beim nächsten Mal wieder aufgreifen: ________

Nächstes Gespräch: Datum ________ Uhrzeit ________ Ort oder Link ________ Hauptthema ________

Wie passen Sie die Agenda an?

Schützen Sie die letzten zehn Minuten. Nächste Schritte und der nächste Termin fallen als Erstes weg, wenn ein Gespräch ausufert, und genau sie halten das Mentoring in Bewegung. Wenn Sie kürzen müssen, kürzen Sie das Hauptthema.

Ein Hauptthema pro Gespräch. Zwei Themen in einer Stunde heißt: für keines bleibt Zeit zum Üben. Parken Sie das zweite unter “beim nächsten Mal” und steigen Sie damit ins nächste Treffen ein.

Passen Sie den Übungsblock an die Person an. Bei einer Karrierefrage ist es vielleicht ein Probelauf für das Gespräch mit der Führungskraft, bei einer Gründerin der Pitch, bei einem Studenten ein Bewerbungsanschreiben. Gibt es nichts zu üben, nutzen Sie die Zeit für direktes Feedback.

Halten Sie es in informellen Tandems leicht. Peer- oder Reverse-Mentoring-Paare können die Zeiten weglassen und nur drei Zeilen führen: Aufgaben, Thema, nächster Termin. Wenn der Einstieg ins Hauptthema schwerfällt, helfen die Gesprächseinstiege fürs Mentoring nach Phase.

Geben Sie im Programm allen dasselbe Gerüst. Wenn alle Tandems eines Mentoring-Programms im Unternehmen oder einer Kohorte dieselbe Agenda nutzen, sehen Koordinatoren den Fortschritt, ohne jedes Protokoll zu lesen, und neue Mentoren haben eine Struktur zum Festhalten. Den Inhalt bestimmen die Tandems.

Protokolle kurz und sachlich halten. Entscheidungen und Aufgaben, kein Wortprotokoll. Was der Mentee im Vertrauen erzählt, gehört nicht in ein geteiltes Dokument; das ist auch im Sinne der DSGVO der sicherste Weg.

Weitere Vorlagen und Schritt-für-Schritt-Leitfäden für jede Phase einer Mentoring-Beziehung finden Sie in der Leitfaden-Bibliothek.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört auf die Agenda eines Mentoring-Gesprächs?

Fünf Blöcke tragen fast jedes Gespräch: ein kurzer Einstieg, der Stand der beim letzten Mal vereinbarten Aufgaben, ein Hauptthema, das der Mentee gewählt hat, Übung oder Feedback dazu und die nächsten Schritte mit Verantwortlichem und Termin. Der letzte Punkt ist der nächste Gesprächstermin, gebucht, bevor Sie auflegen.

Wie lange sollte ein Mentoring-Gespräch dauern?

Die meisten Tandems treffen sich alle zwei bis vier Wochen für 45 bis 60 Minuten. Eine Stunde reicht für ein echtes Thema und etwas Übung. Ein 30-minütiger Check-in funktioniert zwischen längeren Gesprächen, solange auch er mit Aufgaben und einem nächsten Termin endet.

Wer legt die Agenda im Mentoring fest?

In den meisten Programmen der Mentee. Er oder sie schlägt das Hauptthema einige Tage vorher vor, der Mentor ergänzt, was er nachverfolgen möchte. Die Vorlage hält die Struktur fest, sodass sich nur der Inhalt ändert.

Wie sieht die Agenda für das erste Mentoring-Gespräch aus?

Im ersten Gespräch geht es ums Kennenlernen, um die Situation des Mentees, um ein oder zwei Ziele und um Spielregeln zu Rhythmus und Vertraulichkeit. Es endet mit einem gebuchten zweiten Termin. Die Erstgespräch-Agenda unten teilt das in Zeitblöcke auf.

Sollte man im Mentoring-Gespräch Protokoll führen?

Ja, aber knapp. Notieren Sie Entscheidungen, Aufgaben mit Verantwortlichem und Termin sowie Themen für später. Ein einseitiges Protokoll wie das auf dieser Seite genügt, und offene Aufgaben wandern direkt auf die nächste Agenda.

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